Beim Cosplay dreht sich alles um das Nähen und Basteln von Kostümen. Der japanische Begriff „kosupure“  setzt sich zusammen aus den englischen Wörtern costume und play. Die japanophilen Hobby-SchneiderInnen geben alles, um ihre Lieblingsfigur so originalgetreu wie möglich darzustellen. Vorbilder sind dabei die Protagonisten aus Manga und Anime, doch auch Videospiel-Helden oder japanische Musiker werden immer beliebter.

Das war ich auf der Comic Con

Kostüme selbst nähen oder kaufen?

Der Weg bis zum fertigen Kostüm ist lang. Die detailverliebten Cosplayer scheuen keine Kosten und Mühen, um ihrem Lieblingscharakter bis auf’s Haar und das kleinste Accessoire zu gleichen. Dadurch häuft sich bei den meisten Bastlern ein richtiges Sammelsurium an Stoffen und Materialien an. Ich habe für ein Kostüm sogar einmal eigensSchuhe geschustert. Sowas kann teuer werden.

 Sophia, die unter dem Namen „Soffel Cosplay“ ihre Kreationen präsentiert, erklärt: „Je nach Detailreichtum kann es natürlich ins Geld gehen. Ich habe schon günstige Kostüme für 20 Euro hergestellt, besitze aber auch Kostüme im dreistelligen Bereich.“ Wer nicht so viel Zeit in seine Verkleidung investieren möchte, kann sie sich im Internet bestellen. „Es fehlt oft die Zeit, ein neues Kostüm zu nähen, da ist Kaufen schon bequemer und vor allem zeitsparender. Wenn jemand nicht so gut nähen kann, ist es auch eine gute Option und mit den Jahren hat der Markt sich in der Hinsicht sehr erweitert“, berichtet die 25-Jährige, deren Näh-Kunstwerke mehr als 5.000 Fans auf Facebook verfolgen.

Bild von Soffel Cosplay